Keine einfache Frage: Alternative für Tweetie – Welcher Twitter Client ist der richtige für mich?

Veröffentlicht: 15. September 2010 in Freeware, Mac OS X
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Nachdem Tweetie für den Mac jetzt schon seit Ewigkeiten nicht mehr geupdatet wurde, habe ich mich kürzlich entschlossen nach einer Alternative umzusehen. Denn mit der Zeit hat es mich doch ziemlich genervt, dass so elementare Funktionen wie Retweet einfach nicht möglich sind.

Tja, eine Alternative zu finden ist aber gar nicht so einfach. Denn Tweetie ist an sich schon ein genialer Client. Minimalistisches und dennoch stylisches Design und geniale Handhabung. Und daran mussten sich die Alternativen natürlich auch messen lassen.

Drei der Clients, die ich getestet habe und die mich am meisten überzeugt haben, möchte ich euch im Folgenden etwas ausführlicher vorstellen. Am Ende nenne ich euch noch ein paar weitere populäre Clients, falls euch meine drei Favorites nicht so zusagen.
Natürlich sind das bei Weitem nicht alle Clients, die sich so im Internet tummeln. Aber zumindest eine kleine Auswahl, die euch die Entscheidung nach einem neuen Client evtl. etwas erleichtert.

Gleich vorweg. Bisher bin ich leider nur halb fündig geworden.
Anfangen möchte ich gleich mit dem Client, den ich von allen Alternativen am Besten fand. Und zwar „Kiwi“

– Kiwi

Kiwi gibt es in einer kostenlosen Version, bei der ihr mit Werbung Vorlieb nehmen müsst. Die Vollversion kostet $ 9,95,-

Kiwi unterstützt alle gängigen Befehle. Retweet, Edit & Retweet und natürlich Reply und Direct Message. Auch Growl Notifications – ein Feature, dass beinahe schon zum Standard gehört – werden natürlich geboten. Doch das ist noch lange nicht alles.
Darüber hinaus könnt ihr bei Kiwi Rules festlegen. Damit könnt ihr die Tweets eurer Timeline nach bestimmten Begriffen durchsuchen, die dann farblich markiert werden. Oder ihr könnt Tweets mit bestimmten Begriffen blocken. Ein wirklich geniales Features, das nicht viele Clients unterstützen.

Cool ist es auch, dass Bilder, die gepostet wurden, bereits im Tweet in einer Miniaturansicht erscheinen. Fährt man mit dem Mauszeiger drüber wird das Bild vergrößert. Und mit einem Klick auf das Bild wird es wie von Tweetie gewohnt in einem eigenen Vorschaufenster geöffnet.

Besonders geil find ich außerdem, dass Kiwi Themes unterstützt. So könnt ihr eurem Client einen persönlichen Touch verleihen. Es gibt inzwischen auch schon richtig viele davon, so dass für jeden was dabei sein sollte.

Leider fehlen im Moment noch einige Funktionen. Beispielsweise die Möglichkeit sein bzw. fremde Profile anzusehen und Leuten zu folgen. Auch kann man bisher nicht den Link zu einem Tweet direkt aus dem Client heraus kopieren.
Aber die Entwickler sind sehr fleißig. Die Profilfunktion soll bereits in ein bis zwei Wochen verfügbar sein. Und auch das „Copy link to tweet“ Feature steht auf der To-Do-Liste.

– Echofon

Einen Blick wert ist auch Echofon. Auch bei diesem Client werden alle wichtigen Features unterstützt. Auch Growl Notifications sind mit von der Partie. Mich persönlich überzeugt das Design nicht sonderlich. Da bin ich von Tweetie zu sehr verwöhnt. Echofon ist ebenfalls in einer kostenlosen Version verfügbar, die durch Werbung finanziert wird. Die Vollversion ist – verglichen mit Kiwi – mit seinen $ 20,- doch etwas teurer.

Erwähnenswert ist Echofon meiner Meinung nach gerade auch deshalb, weil es sowohl eine passende iPhone bzw. iPad App als auch ein Firefox Plugin gibt. So habt ihr alles aus einer Hand.
Mit Echofon fürs iPhone und der Mac App könnt ihr euren Twitteraccount synchronisieren. Tweets doppelt lesen gehört damit der Vergangenheit an.
Das Firefox Plugin ist besonders geeignet, wenn man neben Twittern mit dem Firefox surft und nebenbei angesurfte Internetlinks posten will. Wenn ihr mit dem Firefox unterwegs seid, informiert euch das Plugin aber auch per Pop-Up über neu eingegangene Tweets. Natürlich könnt ihr auch eure Timeline, Mentions und Messages lesen.

– Socialite

Einem ausgiebigeren Test habe ich auch Socialite unterzogen. Auch Socialite könnt ihr kostenlos testen so lange ihr wollt. Dann wird eben wieder Werbung eingeblendet. Die Vollversion von Socialite kostet knappe 25 €. Das ist zwar etwas teurer, aber dafür ist die App nicht nur ein Twitterclient, sondern ihr könnt damit auch euren Facebook-, Digg-, Flickr-, und Google Reader Account oder eure RSS Feeds organisieren.

Socialite bietet alle gängigen Twitter Optionen. Über neue Tweets werdet ihr per Growl Benachrichtigungen informiert. An sich hat mich Socialite auch optisch überzeugt. Insgesamt ist mir der Client aber doch etwas zu wuchtig. Ich bin einfach einen kleineren Client gewohnt, der nicht viel Platz einnimmt, mich aber trotzdem immer auf dem Laufenden hält. Im Großen und Ganzen ist Socialite meiner Meinung nach aber ein sehr schicker Client, den man sich schon mal anschauen sollte.

In meinem kleinen Test sind diese drei Clients für mich in die nähere Auswahl gekommen. Für wen bei diesen Clients noch nicht das Richtige dabei ist, kann sich auch noch folgende Clients ansehen. Vielleicht ist ja da was für euch dabei.

– Nambu

Nambu ist ein kostenloser Twitter Client. Offiziell befindet er sich noch im Betastadium. Davon merkt man im täglichen Gebrauch aber nichts. Nambu läuft stabil und bietet alle Möglichkeiten, die Twitter derzeit bietet.

– YoruFukurou (danke für den Tipp an @Rakaniaz)

YoruFukurou ist ein kostenloser Twitter Client, der die wichtigsten Twitter-Features unterstützt.

– Twitterrific

In einer solchen Liste sollte natürlich auch Twitterific nicht fehlen. Einer der Pioniere im Twittergeschäft. Die Vollversion kostet 14,95 €, eine Light Version mit Werbung kann aber unbegrenzt und mit allen Funktionen genutzt werden.

– TweetDeck

TweetDeck ist kostenlos und gibt es neben der Mac Version auch für das iPhone, iPad und sogar Android. Bei TweetDeck werden euch verschiedene Spalten gezeigt, was den ganzen Client ziemlich wuchtig macht. Dafür habt ihr wirklich alles sofort im Blick. Das hat natürlich Vor- und Nachteile und ist wie so oft Geschmackssache.

Fazit:
Ich bin schon halb auf Kiwi umgestiegen. Und sobald zumindest die Profil-Option verfügbar ist, wird es Tweetie wohl vollständig verdrängen. Kiwi gefällt mir einfach gut. Es ist alles in sich stimmig, alle wesentlichen Funktionen sind verfügbar und darüber hinaus sogar noch einige Features zusätzlich.

Links:
Tweetie
Kiwi
Kiwi Themes
Echofon
Socialite
Nambu
YoruFukurou
Twitterrific
TweetDeck

Kommentare
  1. Christian sagt:

    Schöne Zusammenfassung über Twitter Clients, den ein oder anderen kannte ich noch gar nicht.
    Bei mir war es echt so, dass ich in letzter Zeit am Mac häufig gar keinen Client mehr benutzt habe, sondern nur noch auf der Twitter-Seite unterwegs war, aber nun wird sich das bald wohl wieder ändern😉

  2. Patrick sagt:

    Mit der Browser Version bin ich nie so wirklich warm geworden. Ich fands über den Client immer bequemer🙂

    Lass es mich doch wissen, wenn du dich für einen Client entschieden hast. Würde mich interessieren, welcher es bei dir geworden ist!🙂

  3. DAMerrick sagt:

    Ich nutze TweetDeck, mehrere Accounts auf einmal, dann noch die Spalten… das ist einfach ein anderes Erlebnis als diese „08/15-Apps“. Insbesondere das TweetDeck eines der wenigen ist welches wirklich Plattformübergreifend ist: iOS, Windows, Mac OS X, Linux.
    Mein Favorit.

    Aber gute Zusammenfassung.

  4. Timm sagt:

    YoruFukurou hat gestern übrigens ein Update bekommen und unterstützt jetzt „Livestreams“ – das heisst Tweets von anderen werden direkt angezeigt nachdem Sie geschrieben wurden. Die Farbe der einzelnen Elemente der Timeline sind anpassbar und generell für mich der beste Twitterclient zur Zeit😉

  5. […] Keine einfache Frage: Alternative für Tweetie – Welcher Twitter Client ist der richtige für&… […]

  6. Christian sagt:

    Ich wollte dir ja noch etwas sagen😀
    Ich hatte ja leider kein Glück beim Gewinnspiel, doch der Zufall meint es vielleicht doch ganz gut mit mir. Ein Kollege, der Kiwi nicht mehr nutzt, wird mir wahrscheinlich seine Lizenz überlassen🙂

  7. Patrick sagt:

    Haste Kiwi schon mal in der werbefinanzierten Version getestet? Da bekommt man ja schon nen ganz guten Eindruck.
    Mir gefällt Kiwi echt gut. Leider gibt es halt immer noch paar Dinge, die mir doch fehlen. Twitlonger Unterstützung beispielsweise oder die Möglichkeit Profile einzusehen (wobei das ja bald kommen soll). Dafür hat er andere Features, die schon echt geil sind. Themes beispielsweise🙂
    Naja, den perfekten Twitter Client gibt es im Moment einfach nicht für mich. Ich bin ja mal gespannt, ob Tweetie für den Mac mal kommt😀

  8. […] habe ja bereits berichtet, wie schwer es für mich ist, einen Twitterclient für den Mac zu finden, der Tweetie ablösen […]

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